Trialog e.V.

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Anna Brixa

Wer bin ich?

Studentin der Neueren deutschen Literatur, Osteuropastudien und Nordamerikastudien.

Obwohl wir Zuhause ein eher schleppendes Gesellschaftsspiel mit dem gewinnenden Titel "Reise nach Moskau" hatten, hätte ich mir nie vorstellen können, später einmal so oft und gern nach Russland zu fahren. Geschweige denn in seine oft verfluchte und trotzdem heiß geliebte Millionenmetropole. Aber irgendwie kam das eben trotzdem so: Erst geriet ich in einen Russisch-Sprachkurs, obwohl ich eigentlich Spanisch lernen wollte, dann entdeckte ich meine Begeisterung für Teegespräche in russischen Zügen, sowjetische Straßenbeleuchtungen, aufregend glitzernde Kitschgrußkarten und die allabendlich in beruhigender Regelmäßigkeit aufheulenden Auto-Alarmanlagen… den Soundtrack Osteuropas. Als ich mich dann auch noch ungeplant verliebte, war es für eine Abkehr von Russland endgültig zu spät. Es folgte ein Jahr in Moskau, in dem ich mich als Journalistin, Übersetzerin und Deutschlehrerin irgendwie durchschlug und es richtig und konsequent fand, dass ich zwar manchmal zwei Stunden mit der Marschrutka zur Arbeit brauchte, dafür aber im Park vor meiner Haustür wilde Elche herumschlenderten. Später ging ich dann als Sprachassistentin des Goethe-Instituts nach Wolgograd und konnte mich endlich in dem austoben, was ich immer noch am liebsten mache: Projektarbeit, besonders mit dem Fokus auf Geschichte. Dafür bot das ehemalige Stalingrad eine ideale Kulisse. So entstand auch die Idee zur Foto- und Textwerkstatt "Mythos Stalingrad – Modernes Wolgograd", die in diesem Jahr endlich realisiert wird!

Mittlerweile bin ich wieder in Berlin und bereite meinen Studienabschluss vor. Dabei interessieren mich vor allem die Themen Migration/Flucht und Vertreibung, Erinnerungskultur, die Arbeit mit Oral History und das Gebiet Kaliningrad. Nebenbei arbeite ich als Dolmetscherin im Frauenhaus, als Berlin-City-Guide für russische Tourigruppen und am allerliebsten immer noch als Übersetzerin, z.B. für www.to4ka-treff.de, das tolle neue Jugendportal des GI Moskau. Ab September 2008 trete ich meinen Einsatz in Lwiw/Ukraine an und freue mich schon sehr auf die spannende Geschichte der Stadt, die bestimmt ganz viel Inspiration für neue Projektideen zu bieten hat!

Motivation für Trialog

Am Trialog fasziniert mich vor allem die Idee, dass sich motivierte Leute zu einem Netzwerk zusammenschließen, das von ihrer gemeinsamen Begeisterung für Osteuropa getragen wird. Ich bin sehr froh darüber, den Trialog als Träger für meine Projekte nutzen zu können und somit nicht nur meine eigenen Ideen und Kontakte einzubringen, sondern ebenso von den Erfahrungen und Tipps der anderen zu profitieren. Mir gefällt die Trialog-Philosophie des Miteinander-voneinander-Lernens, und ich versuche, sie zur Basis meiner Projektarbeit zu machen.

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